Daten zu Diskriminierung und (Un)Gleichheit: Projekt Equality Data
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Suchen Sie nach Daten zu Diskriminierung und (Un)Gleichheit? Unia hat ein Data Hub mit allen „Equality Data“-Quellen für Belgien eingerichtet (nur FR un NL). Dort wählen Sie die Merkmale und Diskriminierungsbereiche aus und erhalten sofort die verfügbaren Datenquellen. Das Projekt Improving equality data collection in Belgium (IEDCB) beruht auf den Richtlinien der Subgroup on Equality Data der High-Level Group on Non-Discrimination, Equality and Diversity der Europäischen Kommission.
Equality Data, was genau ist das?
Equality Data sind sowohl quantitative als auch qualitative Daten, die für die Beschreibung und Analyse von Gleichheit oder Ungleichheit von Nutzen sind. Hierbei kann es sich um offizielle Daten (Zählungen, administrative Datenbanken), Stichproben, Erhebungen bei Opfern, Anzeigen oder Berichte, Diskriminierungstests, Diversitäts-Monitorings oder qualitative Untersuchungen handeln.
Warum sind Equality-Data wichtig?
Um Diskriminierung und Ungleichheit gezielt zu bekämpfen, bedarf es Daten zur Gleichheit oder Ungleichheit, um ein genaueres Bild von der Realität zu erhalten. Mit korrekten und vollständigen Daten lassen sich Probleme feststellen und lösen, indem man sich politisch auf Fakten stützt und nicht einer Intuition folgt.
Um welche Daten zu Diskriminierung und Ungleichheit geht es konkret?
Phase 1
Die erste Projektphase 2020-2021 bestand darin das Data Hub Equality Data zu entwickeln, das alle Datenquellen in Belgien zu drei Kategorien von Diskriminierungsgründen zusammenträgt:
- die Merkmale aus dem Antirassismusgesetz: sogenannte „Rasse“, Hautfarbe, Nationalität, Abstammung und nationale oder ethnische Herkunft
- Glaube oder Weltanschauung
- sexuelle Orientierung, Gender (Geschlechtsidentität) und Gender-Ausdruck sowie sexuelle Eigenschaften
Der Abschlussbericht „Improving equality data collection in Belgium (IEDCB)“ fasst diese erste Projektphase zusammen. Er führt unter anderem die Datenlücken in den Quellen auf und formuliert Empfehlungen.
Phase 2
Die zweite Phase des Projekts IEDCB ist Anfang 2023 angelaufen. Ziel ist es, das Data Hub um die Merkmale Behinderung, körperliche Eigenschaften und Gesundheitszustand zu erweitern. Das Forschungsteam erstellt derzeit eine Bestandsaufnahme und trägt auf folgenden Wegen Informationen zusammen:
- Gespräche mit Fokusgruppen
- Umfragen
- Interviews mit Experten
Im Januar 2023 hat Unia eine Untersuchung zur Selbstdefinition der Herkunft in Belgien gestartet.
Seit Mitte 2024 enthält das Data Hub auch Datenquellen zu diesen Merkmalen. Die Quellen für die Merkmale der ersten Phase sind ebenfalls aktualisiert worden.
Phase 3
Unia untersuchte anhand der Erfahrungen von Personen ab 16 Jahren, wie häufig Altersdiskriminierung in Belgien vorkommt und welche Formen sie annimmt. Die Studie zeigt, dass Diskriminierung aufgrund des Alters alle Altersgruppen betrifft.
Die "Jungen" (-30 Jahre) und die "Alten" (61 Jahre und älter) berichten am häufigsten von Ausgrenzung, aber auch Personen zwischen 31 und 60 Jahren sind von Diskriminierung betroffen. Da sie häufig mit anderen Formen der Diskriminierung einhergeht, sind die gemachten Erfahrungen einzigartig und manchmal noch belastender. Politische Entscheidungsträger und Institutionen müssen dies berücksichtigen und einen breiten, intersektionalen Ansatz verfolgen.
Wer sind die Partner des Projekts 'Improving equality data collection in Belgium (IEDCB)'?
Die beiden Phasen wurden in Partnerschaft zwischen dem Dienst Chancengleichheit (FÖD Justiz) und Unia durchgeführt.
- Die erste Phase wurde durch das Programm REC (Rights, Equality and Citizenship) der Europäischen Kommission mitfinanziert.
- Die zweite Phase wurde vom Dienst Chancengleichheit (FÖD Justiz) finanziert.
Mehr erfahren
Forschung: Diskriminierung aufgrund des Alters in Belgien (2025)
Unia untersuchte anhand der Erfahrungen von Personen ab 16 Jahren, wie häufig Altersdiskriminierung in Belgien vorkommt und welche Formen sie annimmt. Die Studie zeigt, dass Altersdiskriminierung die gesamte Altersspanne betrifft.
Projekt INESAC: Bekämpfung von Ungleichheiten bei kommunalen Verwaltungssanktionen (KVS)
Das Projekt INESAC befasst sich insbesondere mit KVS als Faktor von Ungleichheiten. Der Forschungsbericht erschien im Oktober 2025.
Untersuchung Rassismus in der Gesundheitsversorgung
Unia hat eine Studie über Ungleichheiten und Rassismus, die Patienten im belgischen Gesundheitswesen erleben, gestartet.
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